Haltungslehre Posturologie nach Prof. Bricot
Fehlhaltung heißt Fehlbelastung
Die Posturologie ist eine neuartige in Berlin begründete und in Frankreich weiterentwickelte Therapie bei Störungen der Haltung. Diese neue wissenschaftlich entwickelte Methode bewirkt eine Verbesserung des Gleichgewichtsgefühls im Körper und somit eine rasche Korrektur der Fehlhaltung z.B. bei folgenden Erkrankungen:
l Schmerzen und Probleme im Bereich der Wirbelsäule:
Hexenschuß, Bandscheibenschäden und Bandscheibenvorfall, Ischias ( Nervenschmerz), Skoliosen ( Wirbelsäulenveränderungen) und Hyperlordose (starkes Hohlkreuz)
l Schmerzen im Bereich des Schultergürtels: Verspannungen, Hals-, Nacken-, Arm- und Schulterschmerzen
l Schmerzen im Zusammenhang mit der Körperstatik: Hüft-, Knie-, Fußschmerzen, Oberschenkel, Arthrose, Rheuma, Fibromyalgie (Schmerzerkrankung) Arthritis
l Sporterkrankungen: Krämpfe, Sehnenscheidenentzündungen, Ermüdungsbrüche
l weitere: Migräne, Kopfschmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Gleichgewichtsstörungen,
l statische Störungen beim Kind: Lernschwierigkeiten, Veränderungen, oder Deformierungen der Füße
Das menschliche Gehirn bezieht durch ein peripheres System Informationen. Unsere Sinnesorgane und Teile des Körpers wie die Augen, Haut, Füße, Muskeln, Gelenke und das Innenohr befähigen uns, über das Gehirn, die Position unseres Körpers im Raum zu verstehen und das korrekte Gleichgewicht zu halten.
Wie aber kommt es zu Haltungsschäden?
Beschwerden, Schmerzen und Verschleißerkrankungen geht oftmals eine jahrelange durch Fehlhaltung hervorgerufene Überbelastung von Bändern, Kapseln und Gelenken voraus.
Haltungsstörungen entstehen oft durch eine falsche Wahrnehmung unserer eigenen Position im Raum.
Fehlhaltungen sind weder Angewohnheiten, die man einfach bleiben lassen kann, noch sind sie Ausdruck einer Muskelschwäche. Sie beruhen auf chronisch verspannter Muskulatur. Die Haltungsmuskulatur verspannt ungewollt und automatisch! Unser Haltungssystem kann sich nur anpassen, aber nicht selbst korrigieren.
Am wichtigsten für unser Haltungssystem ist die korrekte Stellung aller auf die Wahrnehmung Einfluss ausübenden Sinnesorgane. Die Prozesse der Posturologie oder Haltungsreprogrammation bewirken reflexartig ein besseres Gleichgewicht der Muskelketten, vermindern abnormale Spannungen und stabilisieren den Schwerpunkt des Körpers. Infolgedessen ergänzen sie die Wirkung der üblichen Behandlungen und geben Stabilität.
Wie läuft die erste Posturologiebehandlung ab?
l Patientenbefragung zur Krankheitsgeschichte (Anamnese)
l Untersuchung des Patienten, Statikmessungen & Rezeptorüberprüfung: Kopfhaltung, Schultergürtel, Beckengürtel, Augen, Kauapparat, Haut (Narben)
l Beeinflussung der Haltungsrezeptoren:
* Fußkorrektur mit speziellen Sohlen der posturalen Therapie. Die vorgeschlagene Korrektur erfolgt mit völlig neuartigen Sohlen, die auf dem Wege der Reflexaktion die Tätigkeit der aufsteigenden Muskelfunktionsketten ändern. Je nach Schwere der Haltungsstörung dauert die Behandlung zwischen 12 und 24 Monaten.
* Die Augenmuskulatur wird als zweitwichtigster Rezeptor für die posturale Haltung durch die Vermittlung spezieller Augenübungen trainiert zur Wiederherstellung der korrekten Augengeometrie.
Im Abstand von 68 Wochen finden Kontrolltermine ca. 8x jährlich statt.
Schmerzstillende Medikamente haben keinen Einfluß auf die ursächlichen Komponenten der Fehlhaltung und Fehlbelastung. Eine dauerhafte Besserung erfordert die Rückkehr zum körperlich/ Statischen Gleichgewicht. Mobilität und Lebensfreude kehren zurück. Viele Sportler nutzen bereits das Wissen und die Erfahrung der Posturologie zur Leistungssteigerung.
Haltungsschwächen sind eine der häufigsten Ursachen von Rückenbeschwerden. Fast 50% der Kinder und Jugendlichen haben bereits eine schwache Haltung, im Alter nimmt die Häufigkeit von Haltungsschwächen zu.
Eine Therapie sollte ganzheitlich ausgerichtet sein, da Störungen in einzelnen Segmenten die Haltungsregulation überlagern können und immer ursächlich behandelt werden müssen. Daher bieten sich Konzepte wie die Posturaltherapie, bei der viele Betrachtungsebenen untersucht werden, zur erfolgreichen Therapie an.


